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Ökonomische Begleitforschung

Einzelbetriebliche Auswirkungen von Ausrottungs- und Eingrenzungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Befallsreduzierung unter der Berücksichtigung verschiedener Anpassungsstrategien

 

Ziel:

Ermittlung der wirtschaftlichen Auswirkungen bisher angewandter und neuer Maßnahmen zur Ausrottung und Eindämmung des Maiswurzelbohrers für verschiedene Betriebstypen in unterschiedlichen Regionen

 

Kurzbeschreibung:

Zur Ausrottung und Eindämmung des Maiswurzelbohrers können verschiedene pflanzengesundheitliche Maßnahmen ergriffen werden. An erster Stelle stehen hier Fruchtfolgegestaltung und chemischer Pflanzenschutz. Weitere Maßnahmen werden im Rahmen dieses Forschungsprogramms erarbeitet und evaluiert. Die verschiedenen Maßnahmen greifen je nach Betriebstyp und räumlicher Lage teilweise tief in der Betriebsorganisation ein und erfordern unterschiedliche Anpassungsmaßnahmen seitens der Landwirte.

Die einzelbetrieblichen Wirkungen der verschiedenen Ausrottungs-, Eingrenzungs- und sonstiger Bekämpfungsmaßnahmen hängen von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Hierzu zählen z.B. Betriebstyp, einzelbetrieblicher Maisanteil sowie regionaler Maisanteil. Diese Faktoren sind demnach bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen entsprechend zu berücksichtigen. Um zu einer realistischen Folgeabschätzung zu kommen, sind bei den Analysen die einzelbetrieblichen Anpassungsreaktionen zu berücksichtigen. Erfahrung zeigen, dass sich die Anpassungsmaßnahmen der Landwirte gut im Rahmen von regionalen Workshops bzw. Paneldiskussionen mit Landwirten und regionalen Beratern ermitteln lassen. Dieser Schritt beinhaltet zudem die Erarbeitung und Diskussion kostenoptimierter betrieblicher, regionaler und überregionaler Anpassungsstrategien (z.B. freiwilliger Landtausch, Nutzungstausch). Für die Erarbeitung der kostenoptimierten Anpassungsstrategien sind ggf. weitere Befragungen von regionalen Beratern vorzusehen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob in der Region nicht schon gut funktionierende Alternativen gefahren werden (z.B. erfolgreiche Betriebe mit einem niedrigen Maisanteil).

Da die Bekämpfungsmaßnahmen Auswirkungen auf den gesamten Betrieb haben können, reichen Deckungsbeitragsberechnungen nicht aus. Für die Ermittlung der wirtschaftlichen Folgen sind deshalb Gesamtbetriebssimulationen notwendig, für die verschiedene Modelle zur Verfügung stehen.

 

Laufzeit: 2009-2012

 

Projektpartner:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Institut für Ländliche Strukturentwicklung, Betriebswirtschaft und Agrarinformatik, München

 

 

  Ãœbersicht Teilprojekt

 

(Quelle: Dr. R. Schätzl, LfL)

 

Kontaktdaten (nur mit Passwort zugänglich)

 

Veröffentlichungen:

  1. Köhler, K., Schätzl, R. 2011: The corn root worm in Bavaria – local relevance and the economic impact on single farms. IWGO – NEWSLETTER 31 / 1, S. 14-15.
  2. Köhler, K., Schätzl, R. 2011: Der Maiswurzelbohrer in Bayern – regionale Relevanz und einzelbetriebliche Auswirkungen. In: Österreichische Gesellschaft für Agrarökonomie (Hrsg.): Diversifizierung versus Spezialisierung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Tagungsband der 21. Jahrestagung, Bozen, 2011, S. 113 -114.
  3. Köhler Katrin 2012: Der Maiswurzelbohrer in Bayern – regionale Relevanz und einzelbetriebliche Auswirkungen. In: Clasen, M. et. al (Hrsg.): Informationstechnologie für eine nachhaltige Landbewirtschaftung. Referate der 32. GIL-Jahrestagung. GI-Edition Lecture Notes in Informatics, Köllen Druck + Verlag GmbH, Bonn. S. 163 ff.


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