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Einfluss des Mais-Erntetermins

Versuch zum Ausbreitungsverhalten und zur Eiablagerate von Diabrotica-Käfern nach einer frühen Maisernte

 

Ziele:

Untersuchung ob eine frühe Maisernte zu einer verstärkten Abwanderung von Käfern und damit zu einer verstärkten Ausbreitung und vermehrten Eiablage in Nachbarkulturen führt (Vergleich Silomais zu Körnermais) und ob es nach einer frühen Maisernte noch zu weiterer Larvalentwicklung und Käferschlupf kommt

 

Kurzbeschreibung:

In der Steiermark wird auf Maisfeldern, die nahe zu einander gelegen sind, jedoch nicht unmittelbar aneinander grenzen, die Größe der Maiswurzelbohrerpopulationen in Abhängigkeit von der Maisernte geschätzt. Diese Schätzung erfolgt durch wöchentliche Auszählung gefangener Käfer auf Gelbtafeln vor und nach der Ernte. Eines der ausgewählten Felder wird nicht zum üblichen Termin abgeerntet, sondern erst nach dem natürlichen Ende des Käferfluges zur Ernte freigegeben. Neben der Populationschätzung werden in diesem Feld mittels Lebendfallen (KLPflor + von Csalomon) und durch Einsammeln per Hand Käfer gefangen und im Labor auf Eiablagesubstrat gehalten. Nach dem Tod dieser Käfer wird das Substrat auf abgelegte Eier untersucht und die Anzahl der abgelegten Eier pro Weibchen volumetrisch geschätzt. Aufgrund des Flächenbedarfs für einen Versuchsansatz ist eine gleichzeitige Versuchsdurchführung in mehreren Wiederholungen nicht möglich. Der Versuch wird jedoch insgesamt dreimal in aufeinander folgenden Jahren durchgeführt. Die Populationsschätzung erfolgt mit je einer Gelbtafel auf vier Silomaisfeldern und einem Körnermaisfeld in zwei verschiedenen Regionen. Die erste Schätzung wird drei Wochen vor der Maisernte durchgeführt, danach werden die Daten dreimal wöchentlich erhoben. Insgesamt werden drei Bonituren vor und bis zu acht Bonituren nach der Maisernte durchgeführt. Zusätzlich werden an den acht Boniturterminen nach der Ernte jeweils mindestens zwanzig lebende, trächtige Diabrotica-Weibchen gefangen. Diese werden im Labor bis zum natürlichen Absterben auf Eiablagesubstrat gehalten. Die Schätzung der Anzahl abgelegter Eier pro Weibchen erfolgt, getrennt nach Boniturterminen, durch Auszählung von Substratstichproben und anschließender Interpolation.

Das Arbeitsprogramm wird einmal jährlich durchgeführt, bis 2011 werden daher drei Durchgänge absolviert.

 

Laufzeit: 2009-2011

 

Projektpartner:

Österreichische Agentur für Gesundheit & Ernährungssicherheit (AGES), Institut für Pflanzengesundheit, Wien, Österreich

 

Kurzfassung der Ergebnisse (Diese Datei existiert leider nicht mehr.)

 

 

  Käfer auf Maisblatt
(Quelle: W. Dukat, AGES)

 

Kontaktdaten (nur mit Passwort zugänglich)



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