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Wirtseignung von Energiepflanzen

Eignung von Energiepflanzen als alternative Nahrungspflanzen für Larven von Diabrotica virgifera virgifera

 

Ziele:

  • Untersuchung der möglichen Bedeutung von alternativen Energiepflanzen für die Verwertung in Biogasanlagen als Wirtspflanzen für Diabrotica-Larven
  • Test auf Wirtseignung ausgewählter Pflanzen im Freiland basierend auf den im Gewächshaus erhobenen Daten
  • Untersuchung der Wirtspflanzeneignung von alternativen Kulturpflanzen und von monokotyledonen Energiepflanzen in Laborversuchen in den relevanten Entwicklungsstadien, in denen Larvenfraß zu erwarten ist

 

Kurzbeschreibung:

Die zu testenden Pflanzen sind verschiedene Ackergräser (wie z.B. Lolium perenne), Rohrglanzgras, Rutenhirse, durchwachsene Silphie, Sorghum, Sudangras und Sudangrashybride, Topinambur und Zuckerhirse. Die Pflanzen werden in standardisierten Verfahren angezogen (Pflanzerde, Töpfe von etwa 1 l Bodenvolumen etc.). Versuche mit schnell auflaufenden Pflanzen können schon nach ca. drei bis vier Wochen mit Eilarven besetzt werden können. Der Besatz der Töpfe läuft maximal eine Woche. Die Töpfe müssen insgesamt über ca. drei Wochen im Versuchsraum stehen bleiben, bis das letzte Larvenstadium erreicht ist. Je nach Standraumbedarf der Pflanzen (es stehen ca. 25 m² Standfläche je Gewächshauskabine zur Verfügung) kann parallel mit einem zweiten Ansatz begonnen werden. Die Pflanzenanzucht für die Versuche findet in einer anderen Gewächshauskabine statt.

Alle Versuche mit den Larven werden in Klimakammern oder im geschlossenen Gewächshaus (Quarantäneschädling) durchgeführt. Eilarven von D. virgifera europäischer Herkunft werden (spätestens 24 Stunden nach Schlupf) in die Töpfe ausreichend entwickelter Pflanzen gesetzt, dabei richtet sich die Anzahl in etwa nach der vorhandenen Wurzelbiomasse. Die Versuche werden bei 25°C durchgeführt, so dass sich die Larven nach ca. drei bis vier Wochen im Puppenstadium befinden. Nach 18 Tagen werden die Versuche aufgelöst und die Larven extrahiert und gewogen. Je Pflanzenart/Sorte sind mindestens fünf Replikate anzulegen. Parallel zu jedem Versuchsdurchgang wird immer Mais als Standard mit getestet.

 

Laufzeit: 2009-2010

 

Projektpartner: BTL Bio-Test Labor GmbH Sagerheide

 

Kurzfassung der Ergebnisse

 

 

  Energiepflanzen
(Quelle: Dr. T. Thieme, BTL)

 

Kontaktdaten (nur mit Passwort zugänglich)

 

Veröffentlichungen:

  1. Gloyna, K., T. Thieme, M. Zellner 2010: Sorghum, Miscanthus & Co: Energy crops are potential host plants of the western corn rootworm larvae. Proceedings of the IXth European Congress of Entomology, Budapest, Hungary, 22.-27.08.10, 203.
  2. Gloyna, K., T. Thieme, M. Zellner 2010: Sorghum, Miscanthus & Co: An welchen Energiepflanzen können sich Larven des Westlichen Maiswurzelbohrers entwickeln? Julius-Kühn-Archiv 428, 189.
  3. Gloyna, K., Thieme, T. and Zellner, M. 2011: Miscanthus, a host for larvae of a European population of Diabrotica v. virgifera. Journal of Applied Entomology, 135: 780–785.
  4. Gloyna, K., Thieme, T., Zellner, M. 2011: Sorghum, Miscanthus & Co.: energy crops as potential host plants of western corn rootworm larvae. In: Proceedings of the 24th IWGO Conference & 3rd International Conference of Diabrotica Genetics. Freiburg, 24.-26 Oktober 2011. Hrsg. IWGO, Rue des Grillons 1, 2800 Delemond, Switzerland.
  5. Gloyna, K. 2011: Bekämpfung des Westlichen Maiswurzelbohrers - Funktioniert die Fruchtfolge? Der fortschrittliche Landwirt 12: 41–43.


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